Nach der Buchung des Grundkurses über 5 Tage inkl. der Platzreifeprüfung
nach FDG e.V. - Richtlinien (Förderverein Deutscher Golfsport e.V.) sollten
Sie sich zunächst mit den Kriterien der Prüfungsbestimmungen vertraut
machen.
Damit Sie schneller auf den Platz können, werden im Rahmen unserer 5 Tageskurse folgende Kriterien für das "Golfer's Zertifikat" (Platzerlaubnis) geprüft:
- die Spielgeschwindigkeit + Etikette (QuickGame Modus) auf dem Platz
- Spielfähigkeiten nach (Stableford) auf dem Platz
- Putten, Chippen, voller Schwung auf der Driving Range
- Theoretisches Basiswissen (Regeln + Etikette)
Werden die Kriterien bezüglich Spielgeschwindigkeit und Etikette im Grundkurs erfüllt, so wird dem Kursteilnehmer das Spielen nach dem QuickGame Modus mit der QuickGame Card bescheinigt. Sie weisen gegenüber den Golfplätzen damit nach, dass Sie sich auf dem Golfplatz - bezogen auf die Einhaltung der Spielgeschwindigkeit + Etikette - so bewegen können, dass erfahrene Golfer nicht behindert oder sogar gestört werden. Sie erhalten somit die Möglichkeit, auf ausgewählten Golfanlagen erste Spielerfahrungen auf dem Golfplatz zu sammeln. Die noch nicht bestandenen Prüfungsteile können Sie dann, nach weiterem Üben und Spielen im angeschlossenen Golfclub, vor Ort wiederholen.
Die entsprechenden Prüfungsanforderungen und der Prüfungsverlauf zum Erwerb der Platzerlaubnis (Golfer's Zertifikat) werden nachfolgend erläutert.
Die ausgebildeten Golflehrer der einzelnen Golfschulen unterrichten während des Praxisunterrichts ständig die Theorie und Etikette des Golfsports. Die Teilnehmer müssen dadurch nicht an zusätzlichen Regelabenden teilnehmen.
Die Theorieprüfung wird im Multiple-Choice-Verfahren (Ankreuzen) durchgeführt. Es werden 30 Fragen gestellt. Davon sind 15 Etikette- und 15 Regelfragen. Maximale Dauer der Theorieprüfung: 40 Minuten.
Die Verbandsordnung des DGV (Regelbuch/ Standard- und Vorgabesystem/ Spiel- und Wettspielordnung sowie persönliche Aufzeichnungen) dürfen als Hilfsmittel nicht verwendet werden. 13 Etiketten und 13 Regelfragen müssen vom Teilnehmer richtig beantwortet werden, ansonsten wird die Theorieprüfung als nicht bestanden gewertet.
Praxis
Die praktische Prüfung ist in verschiedene Teilbereiche unterteilt, damit die einzelnen Spielfähigkeiten auch entsprechend bewertet werden können.
Wir prüfen:
I. die Fertigkeiten auf der Driving Range
II. die Spielfähigkeit auf dem Platz unterteilt in:
- Spielgeschwindigkeit (QuickGame Modus)
- Spielfähigkeiten (nach Stableford).
Eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten wird jedem Prüfungsteilnehmer eingeräumt. Die nachfolgende Bewertungsmethode dient dazu, die Einzelfähigkeiten der jeweiligen Spieler festzustellen.
Putten
Aus einer Entfernung von ca. 12 m werden 5 Putts plaziert:
| Punkteverteilung: | 2 m oder weniger zum Loch: | 2 Punkte |
| Direkt eingelochter Ball: | 3 Punkte |
Bei dieser Übung darf nur der Putter benutzt werden.
Chippen
Aus einer Entfernung von ca. 22 m zum Fahnenloch müssen 5 Annäherungsschläge plaziert werden:
| Bedingung: | Der Ball muß außerhalb des Grüns und Vorgrüns liegen. (Fairway) | |
| Punkteverteilung: | 3 m oder weniger zum Loch: | 2 Punkte |
| Direkt eingelochter Ball: | 3 Punkte | |
Voller Schwung
5 Drivingrange-Bälle müssen wie folgt plaziert werden:
| Damen: | Innerhalb eines Korridors von 35 m Breite (Landefläche des Balles) muß eine Mindestweite von 80 m erreicht werden. |
| Herren: | Innerhalb eines Korridors von 60 m Breite (Landefläche des Balles) muß eine Mindestweite von 130 m erreicht werden. |
Für das Erreichen des Ziels werden jeweils 2 Punkte dem Prüfungskonto gutgeschrieben.
Für das erfolgreiche bestehen des "QuickGame Modus" müssen die Richtlinien bezüglich Spielgeschwindigkeit erfüllt + der Theorie-Test bestanden werden. Ein zweimaliges Spielen mit dem Golflehrer auf dem Platz sind Voraussetzungen dazu.
QuickGame Modus
Der Schwerpunkt des QuickGame Modus liegt auf der Einhaltung der Spielgeschwindigkeit und der Etikette auf dem Golfplatz.
Die Spieler gehen nach jedem Schlag mindestens ca. 100 m auf dem Fairway vorwärts oder spielen den Ball, der weiter als 100 m liegt. An der 100 Metermarke spielen alle Kursteilnehmer von einer Linie Richtung Fahne. Bälle werden ausschließlich vom Fairway gespielt. Vor dem Green wird ein Chip und auf dem Green werden maximal 2 Putts gespielt. Ziel dieser Spielform ist es, den Einsteiger gemäß seiner Trainingserfahrungen an die Sportart "Golf" heranzuführen. Die Kriterien sind hierbei allein die Spielgeschwindigkeit und die Einhaltung des QuickGame Modus:
Einzelspieler für 9-Löcher max. 90 Min.
Zweier-Gruppen (2er -flight) max. 105 Min.
Dreier-Gruppen (3er-flights) max. 120 Min.
Vierer-Gruppen (4er-flights) max. 135 Min.
Deutsche teilnehmende Golfclubs können bei einem Etiketteverstoß bzw. bei Nichteinhaltung der Zeitlimits die Gastspieler vom Weiterspielen jederzeit ausschließen. Darüber werden die Kursteilnehmer in den Grundkursen ausführlich informiert.
B) Spielfähigkeiten (nach Stableford).
Unter Aufsicht des Golflehrers wird in der Gruppe ein Stableford-Wettspiel über 9-Loch ausgetragen. Das Wettspiel muß auf einer 9- oder 18-Loch Golfanlage stattfinden. Die Teilnehmer müssen wie üblich in einem Turnier gegenseitig die Zählkarte ausfüllen. Das Wettspiel wird nach den üblichen Stableford-Regeln (Basis: Handicap 36) gewertet:
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Einzelspieler für 9-Löcher max. 90 Min., 2er -flight max. 105 Min.. Wird in Dreier-Gruppen (3er-flights) gespielt, so stehen für 9 Löcher 120 Minuten zur Verfügung. Bei Vierer-Gruppen (4er-flights) stehen 135 Minuten zur Verfügung. Erfolgt ein Regel- oder Etikettenverstoß, so gilt der praktische Teil der Prüfung als nicht bestanden. Es werden die besten 6-Löcher eines jeden Teilnehmers gewertet. Es müssen mindestens 4 Punkte erspielt werden.
Die einzelnen Prüfungen (Theorie und Praxis) können innerhalb eines Jahres jederzeit beliebig oft in den angeschlossenen Golfschulen wiederholt werden. Nach einem Jahr verfällt der bestandene Teil der Prüfung (Praxis und/oder Theorie). Ein Widerspruch gegen die Prüfung kann ausschließlich am Tag der Prüfung beim verantwortlichen Golflehrer vor Ort erfolgen.
Innerhalb eines Handicaps von 54-37 bezeichnet man einen Spieler als
Platzerlaubnis-(PE)-Spieler. Der Vorteil dieser Handicap-Regelung (höher
als 36 - Beginn der üblichen Handicap-Vorgabe) liegt darin, daß der
Spieler seine Entwicklung miterleben kann.
Bei einer bestandenen Prüfung und bei gleichzeitigem Eintritt in einen
Golfclub, wird ein Anfänger mit Handicaps 54 eingestuft.
Ein Anfänger darf grundsätzlich mit einer Bestätigung einer
erfolgreich abgelegten Prüfung nicht auf Golfplätzen spielen. Hierzu
ist zusätzlich eine Mitgliedschaft in einem Golfclub erforderlich,
wodurch ein Mitgliedsausweis ausgestellt wird, der u.a. auch die Spielstärke
ausweist
Innerhalb der Handicap-Regelung 54- 37 kann sich ein Spieler in Privatrunden
verbessern (sog. Extra Day Score - Tage. Wichtig:
Derjenige Spieler, der das auf der Scorekarte bestätigt, muß ein Handicap von 28 oder besser besitzen.
Das Handicap 36 kann nur in offiziellen Turnieren (vorgabewirksame Turniere)
erspielt und heruntergespielt werden.
Nehmen Sie Kontakt mit unsere Hotline unter Telefon: +34-971-28 12 96 oder über unser Anfrageformular auf. Unsere Spezialisten beraten Sie bei weiteren Fragen gerne. Unsere Bürozeiten sind Montags bis Freitags von 09.00 - 16.00 h.


